Nachhaltigkeit
Der
Begriff hat seinen Ursprung in der deutschen Forstwirtschaft. Hier ging
es um eine Bewirtschaftungsweise des Waldes, bei der immer nur so viel
Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann, so dass der Wald nie zur
Gänze abgeholzt wird, sondern sich immer wieder regenerieren kann.
Die 1983 von den Vereinten Nationen eingesetzte
Weltkommission für
Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) hatte den Auftrag,
langfristige und umweltschonende Perspektiven für die
Entwicklungspolitik aufzuzeigen. Erstmals wurde eine umfassende
politische Strategie erarbeitet, um bislang getrennt behandelte
Politikfelder im Zusammenhang zu sehen. In ihrem auch als
Brundtland-Bericht bekannt gewordenen Abschlussdokument „Unsere
gemeinsame Zukunft“ aus dem Jahr 1987 ist das von diesem Leitgedanken inspirierte Konzept der
nachhaltigen Entwicklung
folgendermaßen definiert:
„Entwicklung
zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige
Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der
zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse
befriedigen zu können."
Auf der Konferenz
für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro
(1992) beschlossen 172 Staaten ein entwicklungs- und
umweltpolitisches
Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Die sogenannte „Agenda
21" ist das Leitpapier zur
nachhaltigen Entwicklung. Da
viele der globalen Probleme am
besten auf der örtlichen Ebene zu lösen sind, wird unter dem Motto
„Global denken
– lokal handeln!“ jede Kommune der 172 Unterzeichnerländer
aufgerufen, eine eigene „Lokale
Agenda 21" zu erarbeiten. Deutschland
ist eines der Unterzeichnerländer. 2001 wurde der Rat für Nachhaltige
Entwicklung von der Bundesregierung berufen, der an
der deutsche
Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet.
Auf Borkum spielte der Gedanke einer Lokalen Agenda
21 bislang keine
Rolle. Die Interessengemeinschaft Nachhaltige Entwicklung greift diesen
Gedanken im
Februar 2010 erstmalig auf, um das Thema „Golfplatz"
auf der Insel
unter Nachhaltigkeitskriterien zu beleuchten. Für Borkum ist
nachhaltige Entwicklung
von elementarer Bedeutung, denn der Lebens- und
Wirtschaftsraum der Insel ist definitiv begrenzt - es gibt
keine
Ausweichmöglichkeiten. Der wohlüberlegte Umgang mit der
Ressource „Fläche" ist daher von großer Wichtigkeit.
Textauszüge von http://de.wikipedia.org.